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Deutschlands meiste Band der Welt

Knorkator
„Adieu-Tour“
am Sa, 11.10.2008 im Pressenwerk

Im Juni erreichte uns die Schreckensnachricht: Knorkator hören auf. Ja wirklich! Mastermind Alf Ator folgt seiner Frau nach Thailand und möchte seine angehäuften Reichtümer künftig in eine Insel im südchinesischen Meer investieren, um „Reisbauer, Sektenguru oder Hotelfutzi“ zu werden. Vorher geht die Berliner Chaostruppe aber noch auf „Die allerletzte Tour zur letzten und doppelten DVD 2008“.

Man kann zu Recht behaupten, dass es keine zweite Band wie Knorkator auf diesem Planeten gibt. Da zappelt ein ganzkörpertätowierter Derwisch mit einer Kloschüssel auf dem Kopf über die Bühne und singt „Ich bin so böööse“. Die Berliner sind durchgeknallt, haben die verrücktesten Ideen und sind für jeden Blödsinn zu haben. Doch erst im Konzert zeigt sich Knorkators wahres Gesicht. Da gibt es Verwüstung, Lärm, Chaos, Flug-Catering und natürlich Lachkrämpfe und Freudenstrahlen. So kann es durchaus passieren, dass Keyboarder Alf Ator mit einer riesigen Schaumstoffkeule ins Publikum schlägt oder Sänger Stumpen mit Toastbrot und Obst wirft. Haushaltsgegenstände wie Klobürsten oder Klodeckel werden kurzerhand zu Instrumenten umfunktioniert. Stumpen tritt meist spärlich bekleidet in Slip oder Badeanzug auf und ist außerdem für gefährliche Klettereien und Sprünge während des Auftritts bekannt.

Knorkator hatten 1996 einen ihrer ersten Auftritte im Pressenwerk und nun leider einen ihrer letzten. Alle, die der Band über die Jahre hinweg die Treue gehalten haben, werden sich bei der Show gehörig von Alf, Stumpen und Buzz Dee verabschieden. Und für alle, die immer noch nicht gerafft haben, was ihnen da entgeht, ist es die letzte Gelegenheit, „Scheiße gesellschaftsfähig zu machen“.