Metal + Klassik + Mittelalter = HAGGARD
Haggard sind in der europäischen Musikszene einzigartig. Hier kommt keine gewöhnliche Band daher, sondern ein 18-köpfiges Orchester, in dem E-Gitarren und Double-Bass-Drums gleichberechtigt neben Streichern, Oboe, Querflöte und Cembalo stehen, sich Sopran und Bariton mit Grunzgesang ablösen. Ihre Musik ist eine Verschmelzung aus sehr melodischem Death Metal mit barocker Klassik und einigen Mittelalterelementen. Die Verehrer Carl Orffs oder Edvard Griegs finden sich in den durchdachten und dynamischen Kompositionen ebenso wieder, wie die Fans von Metallica oder In Extremo.
Schon kurz nachdem sich Haggard 1991 in der Münchner Umgebung zusammen finden, ist klar, dass sie sich trotz ihrer Vorliebe für Spielarten des Metal von den meisten anderen Bands dieses Genres unterscheiden. Jahr für Jahr kommen weitere Musiker und Instrumente hinzu, bis auf dem 1997 erschienenen Album „And thou shalt trust the seer“ das komplette Ensemble zu hören ist. Dass die klassischen Musiker dabei nicht nur wie Beiwerk klingen, sondern sich homogen in das von Gitarre, Bass und Drums gelegte Soundbett einfügen, spricht für die kompositorische Klasse der Münchner.
2000 melden sich Haggard mit ihrem nächsten Werk „Awaking The Centuries“ zurück. Sie setzen musikalisch ihren Weg zwischen Klassik und Metal konsequent und immer besser fort und greifen auf die gesangliche Unterstützung des Moskauer Rundfunk-Chores zurück. Von den im Februar 2001 stattfindenden Konzerten in Mexiko machen sie Mitschnitte, die im Herbst des Jahres als CD und DVD unter dem Titel „Awaking The Gods Live In Mexico“ erscheinen.
Um dem nächsten Wurf namens „Eppur Si Muove“ sowohl textlich als auch musikalisch gerecht zu werden, vergeht einige Zeit. Es ist Ende März 2004, als sich Haggard mit diesem beeindruckenden Werk zurückmelden, auf dem sie die Geschichte um das Leben des italienischen Philosophen und Mathematikers Galileo Galilei gekonnt umsetzen.
Soeben haben die Klassik-Metaller um Maestro Asis Nasseri ihr neues Album veröffentlicht. „Tales Of Ithiria“ ist ein Werk, das es in sich hat. Haggard haben ein Opus erschaffen, das nicht nur die Grenzen zwischen Gut und Böse auslotet, sondern zugleich die Begrifflichkeiten Klassik und Metal in ein völlig neues Licht rückt und auf visionäre Weise neu befruchtet.
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